ICH

BIOGRAPHIE

 

Also, alles fing damit an, dass ich mich mit 6 Jahren weigerte, die musikalische Früherziehung in der Musikschule Duisburg weiter zu besuchen. Frustriert über das ständige Malen und Herumgehüpfe, was meiner damaligen Meinung nach nichts mit Musik zu tun hatte, graute es mir schon immer zwei Tage vor meinem sogenannten "Todestag", vor dem Besuch des Instituts für Musikalische Bildung. Aus einem Künstlerhaushalt stammend, legten meine Eltern natürlich Wert auf die Förderung meiner musischen Fähigkeiten und meine Weigerung traf somit auf Unverständnis. Deshalb musste ich meinen Eltern folgendes Dokument unterschreiben:

 

"Hiermit verspreche ich, Mirko van Stiphaut, meinen Eltern später keine Vorwürfe wegen meiner fehlenden musikalischen Bildung zu machen."

 

Dieses Dokument habe ich heute noch.

 

Doch es kam alles anders. Als ich mit 13 in ein Schullandheim fuhr und mein Englischlehrer am Lagerfeuer Gitarre spielte und von allen angehimmelt wurde, dachte ich mir, dass solch ein Instrument durchaus meine Chancen steigern würde, beim heißersehnten weiblichen Geschlecht zu punkten.

Also: "Mama und Papa: ich will Gitarre lernen." Hocherfreut meldeten mich meine Eltern zum klassischen Gitarrenunterricht an.

Hier hatte ich, wie häufig in meinem Leben, Glück. Denn mein erster Lehrer, Gert Ratai, legte von Anfang an nicht nur Wert auf das Erlenen der instrumentalen Fähigkeiten, sondern auch aufs Komponieren. So erfuhr ich schon früh, dass man sich Musik auch selber ausdenken und dann auch aufschreiben kann. Meine klassische Ausbildung vollzog sich weiter, ich wurde Mitglied in einem Renaissance Ensemble, sammelte erste Bühnenerfahrung, als ein weiteres wichtiges Eregnis in meinem Leben geschah. Ich traf Frank Sichmann, damals noch ein 19jähriger Student, heute Jazzgitarrendozent an den Hochschulen Arnheim und Essen, im Urlaub, hörte ihn "Ornithologie" von Charlie Parker spielen und war vom Virus Jazz infiziert.

Daraus ergab sich alles weitere: Ich nahm Privatunterricht bei Frank, gewann zweimal "Jugend jazzt" und studierte Jazzgitarre in Arnheim . Parallel dazu unterrichtete ich ab meinem 16. Lebensjahr Gitarre, was so funktionierte, dass ich das gerade von Frank frisch Erlernte direkt an meine Schüler weitergab. Ich lernte Claudius Valk (Saxophon) kennen und wir gründeten eine Fusionband, in der wir unsere ersten eigenen Kompositionen verwirklichten und spielten, für uns natürlich spektakulär, sogar in Jazzclubs. Ohne uns auch nur ansatzweise mit Lennon und McCartney vergleichen zu wollen, trieb jeden von uns diese direkte Konkurrenz aber in ähnlicher Weise an.

 

Ich spielte in zahlreichen Rock/Pop/Jazzbands, machte Theatermusik und Musical und bekam Kontakt zu den Duisburger Philharmonikern. Dann lernte ich Daniel Basso, einen jungen Sänger und Multiinstrumentalisten aus Duisburg kennen. Wir waren jung und brauchten Geld. So gründeten wir unser Duo "Just the two of us". Innerhalb kurzer Zeit hatten wir uns einen guten Namen im Ruhrgebiet erspielt und traten auf, wo wir nur konnten (und wo es genug Geld gab).

Durch unsere erste CD Produktion lernten wir Achim Hagemann kennen, den wir bald als Gast für unsere Konzertreihe in Duisburg einluden. Dieses Zusammentreffen war der Startschuss für die "Popolski Show".

 

Lange Jahre arbeiteten wir, ohne einen Cent zu verdienen, aber wir glaubten an das Potential der "Popolski Show" und hielten durch. Während bei den ersten Konzerten mehr Personen auf der Bühne als davor waren, füllten sich  allmählich die Konzerte. Wir produzierten unsere Intenet-, dann die eigene TV-Show, spielten zeitweise über 100 mal im Jahr, traten bei den großen Festivals auf und wurden zu unzähligen TV und Radio Live-Auftritten eingeladen. Die Nominierungen zum deutschen Fehrnseh- und Grimmepreis rundeten das Ganze ab.

 

Irgendwann merkten Daniel Basso und ich, dass uns musikalisch etwas fehlte. Denn durch die "Popolski Show" traten andere Bands und natürlich auch unser Duo in den Hintergrund. Wir starteten neu, diesmal unter dem Namen "Basso van Stiphaut". Gleichzeitig begann ich auch wieder, in anderen Bands mitzuspielen (siehe Menupunkt Musik, aktuelle Bands) und stellte wieder einmal fest, dass gerade die große Abwechslung den Beruf des Musikers so interessant macht. Meine Unterrichtstätigkeit (siehe Menupunkt Unterricht) führte und führe ich parrallel zu meiner selbstständigen Musikertätigkeit immer fort.

 

 

Im Einzelnen habe ich in den letzten Jahren Folgendes getrieben:

 

Zahlreiche live TV und Radio Auftritte bei ARD, ZDF, WDR, Sat 1, Pro 7, SWR, SR, NDR, Radio Bremen etc.

 

Exklusive Messe-/Produktshows als Solokünstler für: VW Tokio Motorshow, LG Cebit Hannover, Renault, Telecom, Fender Musikmesse Frankfurt, Fender/Panasonic/VW in Berlin/Leipzig/Frankfurt

 

Theatermusik: Schauspielhaus Düsseldorf, Schauspielhaus Bochum, Schauspielhaus Wuppertal, Theater an der Ruhr, Grillo Theater Essen

 

Klassische Musik: Studio für alte Musik, Jugendorchester Duisburg, Ensemble Estragon (neue Musik). Seit ca. 15 Jahren feste Gitarren-/Banjo Aushilfe der Duisburger Philharmoniker

 

Musical/divers: Seit 2006 Sommernacht des Musicals (Gala mit deutschen Musicalstars), Roncalli Witzigmann in Köln

 

Als Live- und Studiomusiker spielte ich u. a. mit / für:  Ingo Appelt, Ben, Andreas Bieber, Roberto Blanco,  Sarah Brightman, Sam Brown, Heidi Brunner, Thomas Borchert, Michel Camilo, Roberto Ciulli, Jonathan Darlington,  Pia Douwes, Duisburger Philharmoniker, Anke Engelke, Phil Fuldner, Lawrence Foster, David Garrett, Uschi Glas, Marla Glen, Achim Hageman,  Leander Haußmann,  Udo Jürgens, Sharon Kam, Serkan Kaya,  Carolin Kebekus, Hape Kerkeling, Uwe Kröger, Udo Lindenberg, Xavier Naidoo,  John Partridge, Yngve Gasoy Romdal, Claude Oliver Rudolph, Serdar Somuncu, Jesper Tyden, Otto Waalkes,  Sabrina Weckerlin, Anton Zetterholm und natürlich unzähligen, zwar weniger bekannten, aber deshalb nicht schlechteren Musikern bzw. Musikerinnen.....

 

Auftritte im Ausland in: Frankreich, England, Italien, Schweiz, Spanien, Österreich, Ungarn, Portugal, Holland, Lichtenstein, Litauen, Mexiko, Japan.